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Gründungsversammlung

Der 20. Januar 2004 ist ein Freudentag für die Homöopathie und die Naturheilverfahren, aber auch ein Freudentag für die Berufsbildung. Erstmals in der Schweiz wurde eine Höhere Fachschule für Naturheilverfahren und Homöopathie gegründet, welche Bildungsgänge anbietet, die ein staatliches Anerkennungsverfahren durchlaufen.
Joachim Eder
Gesundheitsdirektor des Kantons Zug
Dr. Gianni Bomio
Tagespräsident Direktionssekretär Volkswirtschaftsdirektion
Dr. Mohinder Singh Jus mit
Dr. Eva Noser, Mitglied der Pädagogischen Leitung SHI
Ernst Hügli, Amtsleiter
Amt für Berufsbildung, Zug
im Gespräch mit
Johannes Flury, BBT
Johannes Flury, Bundsamt
für Berufsbildung
und Technologie, BBT

Hans Peter Schlumpf, Präsident der Trägerschaft der hfnh konnte an der Gründungsversammlung über 50 Gäste  aus der Politik und dem Bildungswesen  begrüssen. Die Zuger Regierung war mit den Regierungsräten Matthias Michel, Bildungsdirektor und Joachim Eder, Gesundheitsdirektor vertreten. Delegierter des Bundesamtes für Berufsbildung war Johannes Flury.

Das  Amt für Berufsbildung war mit dem Amtsleiter Ernst Hügli und weiteren Mitarbeitenden vertreten. Aber auch viele Exekutivmitglieder der Zuger Gemeinden waren anwesend. Gründungsmitglieder der neuen Höheren Fachschule und Initiantinnen des Anerkennungsverfahrens sind die beiden im Kanton Zug domizilierten, renommierten Privatschulen Paramed, Zentrum für Komplementärmedizin Baar und SHI Homöopathie Schule Zug.

Natürliche Heilverfahren erfreuen sich in der Bevölkerung bekanntlich zunehmender Beliebtheit. Bisher bestand in der Schweiz aber kein reglementierter Bildungsweg mit staatlich geregeltem und anerkanntem Abschlussdiplom. Für die Bürgerinnen und Bürger fehlte daher in diesem Bereich die Transparenz bei den Berufsbezeichnungen, den Bildungsinhalten und beim Bildungsstand.
Die beiden Gründerinstitutionen bemühten sich daher seit Jahren um staatliche Anerkennung. Mit dem neuen Einführungsgesetz des Kantons Zug zum Berufsbildungsgesetz, das am 1. Januar 2001 in Kraft getreten ist, wurde die Voraussetzung geschaffen, dass höhere Bildungsgänge, die nicht oder noch nicht bundesgesetzlich geregelt sind, auf kantonaler Ebene staatlich anerkannt werden können. Im Sommer 2001. bzw. Winter 2001/02 beantragten die beiden Schulen Paramed, Zentrum für Komplementärmedizin Baar und SHI Homöopathie Schule Zug beim Regierungsrat des Kantons Zug die Anerkennung von entsprechenden Bildungsgängen.

Nach umfangreichen Abklärungen durch das Amt für Berufsbildung und nach Absprachen mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat der Regierungsrat beschlossen, ein Anerkennungsverfahren einzuleiten und das Amt für Berufsbildung mit dem Vollzug zu beauftragen. Das Amt für Berufsbildung hat das Anerkennungsverfahren festgelegt, das sich sinngemäss an den Anerkennungsverfahren von andern höheren Fachschul-Typen orientiert, die bereits eidgenössisch anerkannt sind.
Mit der Gründung der Höheren Fachschule für Naturheilverfahren und Homöopathie schaffen die beiden Schulen für die Bildungsgänge auf der Stufe "Höhere Fachschulen HF" ein gemeinsames Dach, das die Zusammenarbeit festigt, die Nutzung von Synergien sichert und das erforderliche Aufsichtsorgan bildet. Beide Schulen haben die Umsetzung der umfangreichen und anspruchsvollen Vorgaben des Anerkennungsverfahrens sofort in Angriff genommen.

Das 4-jährige vollzeitliche Diplomstudium "Homöopathie" wurde im Herbst 2003 bereits bei SHI Homöopathie Schule Zug gestartet. Die Paramed, Zentrum für Komplementärmedizin Baar plant auf Herbst 2004 den Start der 4-jährigen berufsbegleitenden Bildungsgänge "Therapeut für manuelle Verfahren" und "Traditionelle europäische Naturheilkunde". Für den Herbst 2005 plant Paramed zusätzlich den Start des berufsbegleitenden Bildungsgang "Akupunktur nach traditioneller chinesischer Medizin".
Das Anerkennungsverfahren ist ein von neutralen Experten begleiteter Überprüfungsprozess, der die gesamte Dauer der neuen Studiengänge und eine Vielzahl von Kriterien umfasst.
Die hfnh rechnet damit, dass sie voraussichtlich im Herbst 2007 die ersten staatlich anerkannten Diplome als Homöopathin HF oder Homöopath HF und ein Jahr später in den übrigen Fachrichtungen aushändigen kann.


D
er Vorstand hfnh von links: 
Martin Lenz (Aktuar), Markus Knobel (Vizepräsident), 
Mohinder Singh Jus (Beisitzer), Hans Peter Schlumpf (Präsident), 
Jürg Hess (Beisitzer), Christian Zimmermann (Kassier)

Die neue Höhere Fachschule hfnh ist ein "Wunschkind"
Regierungsrat Joachim Eder überbrachte die Glückwünsche des Regierungsrates. Er begrüsste die hfnh als jüngstes Kind der zugerischen Berufsbildung und bezeichnete es - trotz "Zangengeburt" - als Wunschkind.
Er hob die Bedeutung der Naturheilkunde und Komplementärmedizin mit den Worten hervor:
"Sie berücksichtigt eben den Menschen als eine Ganzheit von Leib, Seele, Geist, Raum und Zeit und behandelt nicht nur seine Krankheiten. Als ganzheitliche Methode wirkt sie auch stark präventiv, ja trägt wesentlich dazu bei, dass Personen mit Gesundheitsproblemen ihr allenfalls nicht adäquates Verhalten verändern."
Er gibt der Erwartung Ausdruck, dass die gemeinsame Pioniertat von Paramed, der SHI und des Kantons Zug auch Pilotcharakter für die ganze Schweiz habe und schlussendlich zu einer eidgenössischen Regelung führe.

Pioniere werden beobachtet
Johannes Flury überbrachte die Glückwünsche des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie. Er erinnerte daran, dass seit 1. Januar 2004 nun der Bund auch formell für Berufe im Gesundheitswesen zuständig ist. Er führte dazu aus:

"Es war aber immer schon klar, dass auch ganz neue, bis jetzt nicht geregelte und anerkannte Berufe dazu stossen würden. Das Gebiet der Komplementär- und Alternativmedizin ist eines davon."

Weiter sagte er wörtlich:

"Der Kanton Zug und die Initianten der Fachschule leisten hier Pionierarbeit und wir sind in Bern froh darum, dass es geschieht. Mir scheint es auch ganz persönlich von zentraler Bedeutung, dass auf diesem, nicht ganz einheitlichen Gebiet (um nicht mehr zu sagen) erste Standards zu greifen beginnen. Sie setzen mit dieser Ausbildung einen solchen Standard und Sie können überzeugt sein, er wird beachtet werden".

Und weiter:

"Pioniere werden beobachtet und sie haben eine nicht immer einfache Aufgabe. Zu dieser Aufgabe wünschen wir Ihnen den nötigen langen Atem und eine zähe Beharrlichkeit. Dass Sie sich über die Fachkompetenz ausweisen, haben Sie im Laufe der Erarbeitung der nötigen Dokumente ja schon bewiesen. Sie können sicher sein, dass wir bei den Arbeiten auf Bundesebene dankbar auf Ihre Vorarbeiten zurückgreifen werden, auf die des Trägervereins und auf die des Kantons Zug. Ich freue mich, das Projekt auch weiterhin begleiten zu dürfen."

 
Höhere Fachschule für Naturheilverfahren und Homöopathie hfnh
Bösch 80a
6331 Hünenberg
Tel. 041 743 08 91
info@hfnh.ch